|
Beckenbodentraining - Aufbau der geschwächten Muskulatur im Bereich des kleinen Beckens
Viele Menschen haben im Laufe der Zeit verlernt, ihre Muskeln bewusst und gezielt einzusetzen. Nur etwa 60 % der Inkontinenten sind dazu in der Lage. Durch ein spezielles Training bzw. eine physiotherapeutische Behandlung - einzeln oder in der Gruppe - sollen die Betroffenen Körperwahrnehmung in Bezug auf den Beckenboden, d. h. das richtige Anspannen und Entspannen dieser Muskulatur erlernen. Gelingt dies, kann in körperlichen Belastungssituationen, z. B. beim Husten oder Heben von Lasten, die Muskulatur gezielt zum Verschluss der Harnröhre eingesetzt werden.
Elektrotherapie - neuromuskuläre Elektrostimulation von Beckenboden und Harnblase
Das Wirkungsprinzip der Elektrostimulation lässt sich vereinfacht so beschreiben: Die verschiedenen Beckenbodenmuskeln sowie die Muskelfasern des äußeren Schließmuskelsystems werden durch elektrischen Strom in bestimmten Frequenzen "gereizt", worauf sie kontrahieren und über die Kontraktion ihre Leistung verbessern können. Die Maßnahme kann indiziert sein zur muskulären Reedukation, Verzögerung der Muskelatrophie, Erhöhung des lokalen Blutflusses und zur Hemmung des Detrusorreflexes und sollte als Teil eines kompletten Rehabilitationsregimes bei einer Stress-, Drang- bzw. Mischinkontinenz erfolgen.
|