Medikamentöse Therapien

 

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Medikamente kommen vor allem zur Behandlung der Dranginkontinenz in Frage, wobei vor Behandlungsbeginn eine Primärerkrankung der Harnblase (Entzündungen, Tumoren, Obstruktionen, Folgen einer Strahlentherapie, Steine oder Fremdkörper) ausgeschlossen werden muss. Die wichtigsten Medikamente sind heute Anticholinergika, die durch die Dämpfung der Überaktivität der Blasenmuskulatur (Detrusorrelaxation) ein Nachlassen des imperativen Harndrangs bewirken. Damit kommt es auch zu einer Zunahme der maximalen Blasenkapazität und einer Reduktion der Miktionshäufigkeit, was für die Betroffenen eine große Erleichterung ihrer Lebensumstände bedeuten kann. Ein Toiletten- oder Miktionstraining ist oft überhaupt erst durch die Gabe von Anticholinergika möglich.