Anamnese

 

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Basisdiagnostik

Die Diagnostik beginnt mit der Befragung des Patienten, der sogenannten Anamnese. Die Schilderung der Symptome und bereits die Beantwortung einiger weniger Fragen (auf die man sich vor dem Arztbesuch etwas vorbereiten sollte), geben wichtige Aufschlüsse darüber, um welche Form der Inkontinenz es sich handeln könnte:

  • Bei welchen Gelegenheiten kommt es zum Harnverlust, z. B. beim Husten, Niesen, beim Anheben von Lasten, beim Sport usw.?
  • Wie häufig geht Urin unfreiwillig ab?
  • In welcher Weise geht Urin ab: spritzerartig, sturzbachartig, ständig tröpfelnd?
  • Besteht dabei Harndrang?
  • Kann zwischenzeitlich willentlich Urin gelassen werden?
  • Ist das normale Wasserlassen erschwert, z. B. wenn der Urin überwiegend über die Bauchpresse entleert werden muss oder wenn der Harnstrahl immer wieder unterbrochen ist?
  • Sind Blasenentzündungen häufig?

Sehr hilfreich für das Anamnesegespräch ist auch, wenn der Betroffene ein sogenanntes Miktionsprotokoll geführt hat. Miktion ist die lateinische Bezeichnung für Blasenentleerung. Das Führen eines Miktionsprotokolls bedeutet demnach nichts anderes, als über einige Tage - aber mindestens 24 Stunden - alle unfreiwilligen als auch die willentlich kontrolliert erfolgten Blasenentleerungen zu notieren, idealerweise mit geschätzter Harnmenge. Auch Trinkmengen und sonstige Begleitumstände sind einzutragen. Dies vermittelt ein gutes Bild von Art und Schwere der Inkontinenz.

Aus der Krankengeschichte kann der Hausarzt dann auch ergänzen, ob sonstige urologische und gynäkologische Erkrankungen bestanden oder derzeit noch bestehen, ob ein operativer Eingriff vorgenommen wurde oder neurologische oder stoffwechselbedingte Störungen vorliegen.

Miktionskalender
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